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Weshalb ich Bedenken am Erfolg meiner Nischenseite habe

Im Dezember 2014 habe ich mir die Domain www.reboarder-kindersitze.com gesichert und sie von Grund auf als Nischenseite aufgebaut. Nach den ersten drei Monaten kann ich nun eine kleine Übersicht über den Aufbau sowie über die Entwicklung geben. Dabei möchte ich auch darauf eingehen, weshalb ich Bedenken am Erfolg der Seite habe.

Wie kam es zum Thema Reboarder Kindersitze?

Nach heutigem Stand baue ich nur noch Nischenseiten auf, die sich mit Themen befassen, die mich selbst sehr interessieren. Der Vorteil dabei ist, dass man so gute Voraussetzungen hat, wirklich Experte in der gewählten Nische zu werden. Und, man kann sich voll und ganz mit der Seite identifizieren. Meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Aspekt.

Das Thema Reboarder Kindersitze war mir bis Ende letzten Jahres eigentlich noch unbekannt. Ich wusste nicht, dass es rückwärts gerichtete Kindersitze gibt. Durch einen Bericht im TV wurde ich jedoch darauf aufmerksam. Ich fand das ganze so interessant und auch wichtig, dass ich mich gleich im Internet genauer darüber informiert habe. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass es nur einen Affiliate (wenn man diesen so nennen kann) gibt, der darüber eine Seite erstellt hat. Ich habe also sofort nach einer freien Domain gesucht und sie mir gesichert.

Weshalb ich mich für die Nische entschieden habe:

  • Sicherheit der Kinder liegt jeden Eltern am Herzen
  • Es ist bewiesen, dass Reboarder sicherer sind als vorwärts gerichtete Kindersitze – Forschungsergebnisse belegen es
  • Hoffnung, dass in Deutschland in naher Zukunft eine Reboarder-Pflicht kommt
  • Relativ teure Produkte (200-500 €) – entsprechend hohe Provisionen möglich

Aufbau und Entwicklung der Nischenseite www.reboarder-kindersitze.com

Wie auch bei meinen anderen Seiten, habe ich auch hier auf WordPress gesetzt. Zu Beginn müssen immer wieder die selben Dinge umgesetzt werden. So wurden zuerst das CMS installiert und die wichtigsten Einstellungen darin vorgenommen. Als Theme habe ich das Genesis Framework von StudioPress verwendet. Dieses nutze ich aktuell überwiegend und passe es jeweils im Design an meine Vorstellungen an.

Die verwendeten Plugins werde ich hier nicht alle auflisten. Ich möchte nur erwähnen, dass ich für die Produktvorstellungen bzw. Testberichte der einzelnen Modelle das Plugin WP Product Review installiert habe. Mit Hilfe dessen lassen sich am Anfang oder Ende eines Artikels Bewertungen über das vorgestellte Produkt einfügen. Die Umsetzung gefällt mir bisher weitestgehend sehr gut.

Nun ging es an die Erstellung des Inhaltes. Auf der Startseite habe ich alle wichtigen Informationen zum Thema rückwärts gerichtete Kindersitze aufgeführt. Dabei habe ich versucht, alles mit einzelnen Fragen abzuarbeiten. Fragen, die man sich vor einem Kauf womöglich stellen würde.

Anfangs habe ich die Seite zum besseren Verständnis mit Bildern einer anderen Seite gefüllt. Diese habe ich jedoch nach kurzem mit eigenen ausgetauscht – diese Vorgehensweise ist übrigens nicht sehr sinnvoll, wenn man für Suchmaschinen optimieren möchte.

Auf der Seite über Reboarder Testsieger habe ich die selbigen in einzelnen Boxen aufgelistet. Für die Bewertung habe ich insgesamt vier Kriterien berücksichtigt:

  1. Sicherheit
  2. Handhabung
  3. Ergonomie
  4. Schadstoffbelastung

Da ich natürlich zugegebenermaßen keine eigenen Tests durchgeführt habe, musste ich die Informationen aus dem Netz nehmen. Ich habe jedoch zu jedem Modell umfangreiche Recherchen durchgeführt, die Testberichts des ADACs gelesen sowie Meinungen von Kunden ausgewertet. Die Testberichte sollten sich also nicht wie geschönte Verkaufstexte lesen lassen. Auf Mängel und Probleme wird hingewiesen.

Besucher und Seitenaufrufe

Wer von Null aus anfängt, kann natürlich nach den ersten drei Monaten noch nicht viel erwarten. Jedoch hatte ich meine Erwartungen höher gesetzt. Besucher kommen, aber die Zahlen wachsen (zu) langsam.

Die Spitze zu Beginn des Diagramms kam deshalb zustande, weil ich die neu erstellte Seite über die sozialen Netzwerke geteilt hatte.

Nutzer und Seitenaufrufe

Nutzer und Seitenaufrufe Dez – März 14/15 für www.reboarder-kindersitze.com (Screenshot Google Analytics)

Obwohl ich mich ganz gut mit SEO auskenne, habe ich dennoch einige Fehler gemacht. Diese resultieren vor allem daraus, dass ich Inhalte von Beginn an falsch geplant habe. Einige Seiten haben sich erst mit der Zeit entwickelt, bzw. haben sich mit der Zeit in eine etwas andere Richtung entwickelt. Deshalb ärgere ich mich, dass die Namen der URLs teilweise sinnvoller gewählt werden hätten sollen. Ich werde sie aber dabei belassen und keinen Gebrauch von Redirects machen. Ganz das Thema verfehlt haben sie ja nicht ;-).

Diese (Er)Kenntnis einer besseren Inhaltsplanung versuche ich nun in meine neue Nischenseite mit einfließen zu lassen.

Weshalb ich nun Bedenken am Erfolg der Nischenseite habe

Die Einnahmen für diese ersten drei Monate sind fast nicht nennenswert (ca. 5 €). Bisher habe ich aber auch ausschließlich das Partnerprogramm von Amazon eingesetzt. Google AdSense wollte ich eigentlich nicht einsetzen, überlege mir jedoch, ob ich es in naher Zukunft testen werde.

An ein Scheitern sollte man in einer so frühen Phase einer Nischenseite nicht denken. Bedenken sind dennoch angebracht. Und dies aus folgenden Gründen:

  • Sensibles Thema: Das Thema „Sicherheit für Kinder beim Autofahren“ ist ein sehr sensibles. Leider wurde mir das erst nach der Erstellung der Nischenseite bewusst. Schon alleine, wenn ich von mir selbst ausgehe, würde ich einen Reboarder wohl nicht direkt über das Internet kaufen. Geschweige denn über einen Drittanbieter, bzw. Vermittler. Ich würde in ein ausgewiesenes Fachgeschäft gehen und mich dort beraten lassen. Nun gibt es viele, die sich beraten lassen und anschließend das Produkt im Internet ordern. Diese Kunden gelangen dann aber eher unwahrscheinlich über meine Seite zu einem Onlineshop. Sie klicken diesen viel wahrscheinlicher direkt an und bestellen dort. Meine Vermittlungsprovision würde also übergangen. Aber auch jene, die sich für den Kauf eines Reboarders im Internet informieren, tun zunächst einmal genau das, sie informieren sich. Genau dieses Verhalten sehe ich auch auf meinen Seiten. Man informiert sich hier, man informiert sich da… und letztendlich kauft man das Produkt doch direkt und ohne Vermittlung bei einem Onlineshop des Vertrauens.
  • Relativ hoher Preis: Zum sensiblen Thema kommt noch hinzu, dass die Produkte relativ teuer in der Anschaffung sind. Es gibt also weniger Affektkäufe. Es wird lange überlegt, ob man wirklich so viel Geld für einen Kindersitz ausgeben möchte.
  • Produktkauf überwiegend im Fachladen: Wie oben schon erwähnt, gehen die meisten Eltern in einen Fachladen und lassen sich dort beraten. Es wird immer noch der überwiegende Teil sein, denen die Beratung auch etwas wert ist. Entsprechend wird der Sitz dann direkt im Laden, also offline gekauft.

Was ich tun werde, um trotzdem aus der Seite profitieren zu können

Trotz der Bedenken werde ich nicht aufgeben. Einerseits, weil sich diese womöglich ganz anders entwickeln werden. Andererseits, weil ich Ideen habe, wie ich trotzdem Profit aus der Seite schlagen kann.

Dass ich wohl so schnell keine Mengen an Reboarder vermitteln werde, von dem gehe ich aus. Eine Nischenseite kann aber noch viel mehr, als sich nur gezielt um Produkte aus der Nische zu kümmern. Ein Reboarder ist ein Kindersitz. Und für Kindersitze gibt es genügend Zubehör, wofür Eltern durchaus bereit sind, Geld im Internet auszugeben. Dementsprechend habe ich mir Gedanken über sinnvolles, aber auch nicht so sinnvolles Zubehör gemacht und hierfür Artikelideen erarbeitet.

Wichtig dabei ist, dass diese Artikel einen wirklichen Mehrwert bieten. Deshalb überlege ich bei der Erstellung immer, welche Fragen sich Eltern vor dem Kauf stellen würden.

Trotz allem werde ich das eigentlich Thema Reboarder nicht einfach so vor sich hinvegetieren lassen. Es sind zwar nicht viele Shops, die solche Kindersitze anbieten, es wäre aber durchaus sinnvoll, einen Preisvergleich zu den Produkten hinzuzufügen. Eine Maßnahme, die sicherlich Einfluss auf die Konversion haben könnte.

Ich bleibe also dran! Und werde auch wieder einen Bericht über die zukünftige Entwicklung verfassen.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Na so düster sieht es doch gar nicht aus 🙂 Wenn du einen tollen Vergleich machst, kannst du sicher zumindest über Adsense Geld verdienen. und das mit dem Zubehör ist doch auch eine gute Idee. Viel Erfolg mit deiner Seite!

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    • Nein, ganz so düster sieht es nicht aus 🙂
      AdSense werde ich sicherlich austesten. Jedoch braucht es noch einige mehr Besucher, um darüber wirklich nennenswerte Einnahmen generieren zu können. Aufgeben tu ich trotzdem (erstmal) nicht 😉
      Danke!

      Antworten

  2. Endlich mal einer, der sich kritisch mit seiner Tätigkeit auseinandersetzt. Diese Nischenseiten von der Stange von der Art http://www.produktxy-test.de, die sind meistens so scheiße. Oft haben die Betreiber keine Ahnung, wovon sie da schreiben. Und bei Kindersicherheit, da kennt man echt keinen Spaß.

    Wie läufts mit der Focussierung auf Nebenprodukte? Funktionierts?

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    • Hallo Peter,
      wer erfolgreich sein will, sollte seine Seiten des Öfteren mal kritisch betrachten ;-). Ich geb Dir recht, es sind viele Nischenseiten von der Stange und die meisten wirklich überflüssig.

      Ich habe ein paar Artikel über Zubehör für Kindersitze bzw. gezielt für Reboarder geschrieben. Über diese konnte ich auch schon einige Sales verbuchen. Jedoch sind die Produkte so niederpreisig, dass sich die Provision fast nicht lohnt.
      Wenn ich dazu komme, werde ich noch einmal darüber berichten. Aktuell konzentriere ich mich aber eher auf ein anderes Projekt: http://www.baustellenradio.net

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      • Hey Stefan,

        Baustellenradios… ich war so frei und habe mal nach dem Keyword gesucht. Da gibt es baustellenradio.info. meinst du, du kannst an dem vorbeiziehen? Oder hat der deine Idee kopiert und war dann schneller bei der Umsetzung?

        Das wäre mal ein hochinteressantes Thema: Verdrängungswettbewerb bei Nischenseiten.

        Viel Erfolg jedenfalls. Ich denke selbst wenn Du erstmal auf Platz 2 landest, wirst du doch einiges an Traffic abbekommen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja mal einen Wechsel an der Spitze…

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        • Hallo Peter,

          genau, da gibt´s noch die .info-Seite. Der größte Konkurrent in der Nische. Der war aber schon lange vorher da. Jedenfalls finde ich Artikel, die schon über 2 Jahre alt sind. Kopiert hat man dort nichts von mir. Aber mittlerweile ist noch eine ähnliche Website online, welche einige meiner Ideen übernommen hat. Das ist ärgerlich. Aber nun versuche ich halt, mit Qualität und entsprechenden SEO + CRO Maßnahmen im Ranking zu steigen.
          Vorerst würden mir Top10 Platzierungen reichen. Aber ganz oben wäre natürlich auch nicht schlecht.

          Das Thema mit der Verdrängung werde ich bei Gelegenheit mal aufnehmen. Danke für die Idee 😉

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          • Boah, scheiße. Das kommt natürlich extra blöd, wenn da noch ein dritter mitmischt.

            Ich habe gerade wieder geschaut, im Google-Ranking sehe ich die Seite noch nicht. Vom Content und vom Look her ist sie aber sehr ansprechend. Aber mittlerweile habe ich festegestellt, dass Google schier ewig braucht, bis sich mal eine Seite so langsam nach oben arbeitet. Da vergehen teilweise über 6 Monate und mehr.

            Das mit der Verdrängung klingt so rabiat, so war das gar nicht gedacht. Ich denke da nicht an aktive Maßnahmen um den anderen abzuhängen, sondern was mich interessieren würde ist:
            Wenn eine neue Seite besser ist als die bisherige Nr.1 – kommt man dann irgendwann vorbei durch bessere Inhalte oder ist das Ranking unerschütterlich?

            Viel mehr kann man ja auch nicht machen, außer sich künstlich Backlinks besorgen und massiv Content hochzuladen. Weil sowas wie die Konkurrenz hacken zu lassen usw. – das ist was für Leute mit Mafia-Genen.

            Weiterhin viel Erfolg – und danke für den Kommentar in meinem Blog. Da antworte ich auch noch drauf heute.

  3. Hallo Peter,

    ich bin mittlerweile bei einigen Suchbegriffen auf der zweiten Seite. Es geht zwar langsam, aber es geht aufwärts.
    Natürlich habe ich an nichts Rabiates gedacht, als Du von Verdrängung erzählt hast. Deshalb habe ich ja geschrieben, dass ich meine Konkurrenz mit entsprechenden, legalen Maßnahmen überholen möchte. Und mit guten Inhalten fange ich mal an. Die sind aber nur ein kleiner Baustein, um im Ranking steigen zu können.

    Wie sich das alles aber entwickelt, werde ich in einem separaten Artikel preisgeben.

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